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Klangmassage – Teil der interdisziplinären Rehabilitation Schwerstkranker

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Rückblick auf mehr als zehn Jahre Klang in der HELIOS Klinik Leezen

von Nicole Becker, erschienen in der Fachzeitschrift des Europäischen Fachverbands Klang-Massage-Therapie e.V. 11/2016

Blitzlicht aus meiner Kindheit

Weihnachtszeit 1973, Rostock, im Haus der Hochseefischer… Seemänner, die nicht zu ihren Familien konnten, weil ihr Schiff wieder hinaus auf See fahren sollte … eine singende Kindergruppe und die Kleinste, Nicole Rehm (nach der Heirat der Eltern Becker), wurde mit ihren gerade erreichten drei Jahren nach vorn geschoben, neben eine für sie riesig wirkende, leuchtende Tanne. „Nun sing!“ Sie sang: „Süßer die Glocken nie klingen …“ Große Kerle bekamen feuchte Augen, weiche Gesichtszüge, lachten auch. Ein Blick zwischen Erzieherin und Kind bedeutete, dass es gut so ist; ein Streicheln, Durchatmen, Glück beim Kind. Freude, Gemeinsamkeit, Emotion.

Aus heutiger Sicht ist dies eine frühe bewusste Erinnerung daran, dass Musik, Gesang, Klang im weitesten Sinne, das Miteinander mit Menschen sowie Emotionen schon immer – mal mehr und mal weniger bedeutsam – zu meinem Leben gehörten. So führte mein „wachsender und werdender“ Weg über die pädagogische und musikerzieherische Tätigkeit zur Musiktherapie in einer neurologisch und intensiv medizinisch ausgerichteten Rehaklinik mit schwerst betroffenen Patienten. Im Laufe meiner bislang mehr als 17 Jahre dort spezialisierte sich die HELIOS Klinik Leezen zur Akutklinik für Frührehabilitation und zum interdisziplinären Rehabilitationszentrum, ist deutschlandweit größtes Weaningzentrum und im Norden größte Klinik mit diesem Angebot.

Klangschalen – eine Bereicherung für mein musiktherapeutisches Angebot

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