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Klang, Schwingung und Bewusstsein

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von Ulrich Krause

Wir leben in einem Universum aus Schwingung, alles Leben ist Schwingung. Aus verschiedenen Schwingungsmustern ist das Universum in seinen großen wie kleinen Strukturen aufgebaut. Mit „Nada Brahma − die Welt ist Klang“ schrieb Joachim Ernst Berendt über die Welt des Hörbaren und der magnetischen, elektrostatischen und physikalischen Schwingungen. Wir sind Teil des Ganzen – verbunden durch den Klang der Welt.

Klänge schaffen etwas, was in diesem Ausmaß keine Erkenntnis, keine Erfahrung erweckt: Einklang mit unseren Wurzeln, den Mitmenschen, der Mitwelt. Die Klänge der Klangschalen berühren uns an einer Stelle, die kein Wort erreicht. Das Hören ermöglicht uns die Erfahrung der Ganzheitlichkeit. Die Klänge treffen mitten ins Zentrum, mitten ins Herz. Sie ergreifen dann den Menschen in seiner Ganzheit und führen ihn über die Grenzen der Person hinaus. Goethe, der auch ein besonderes Musikgefühl hatte, schrieb:

„Wäre nicht der ganze Leib ein Klang, er könnte keine Klänge erschaffen.“

Heute wissen wir, dass Musik und Klang beruhigen, Niedergeschlagenheit mildern und auch erfolgreich in Therapien eingesetzt werden. Ein Blick in die Literatur der Klassiker zeigt uns, dass man sich schon früher mit dem Phänomen und den Auswirkungen von Musik und Klang beschäftigt hat, wenn Novalis schon visionär sagte:

„Jede Krankheit ist ein musikalisches Problem, die Heilung eine musikalische Auflösung.“

Im Klang findet der Mensch wieder zu sich

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Blogreihe Urvertrauen: Urvertrauen und Spiritualität – Teil 6: Meditation mit Klangschalen – Jumping Monkeys Podcast

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Autorin Emily Hess

Ich möchte dich einladen, mir in zwei Meditationen mit Klangschalen hinein zu folgen, die dich wieder ein bisschen mehr in Kontakt mit dir selber bringen.

Erste Übung: Jumping Monkeys

Dein Mind (Geist) denkt und das ist auch gut so, das ist sein Job – sagte Remo Rittiner. Ich habe von ihm folgende Geschichte dazu geschenkt bekommen:

Manchmal möchtest du ja vielleicht auch mal Ruhe vor deinem Mind (Geist) haben. Also stell dir vor, dort oben in deinem Kopf würden Äffchen herumturnen – die jumping monkeys, wie bereits Shankaracharya sagte. Aber du bist der Baum, du kannst deinen Äffchen eine Aufgabe geben, worüber sie nachdenken sollen. Das kann auch ein Mantra sein. Oder du lässt die Äffchen Klangschalenklänge hören. Das entspannt sie. Hänge in deiner Fantasie an die Äste deines Baumes kleine Schaukeln, in welchen  es sich die Äffchen gemütlich machen können.

Um unseren „jumping monkeys“ ein wenig Ruhe zu gönnen, ist es hilfreich, wenn wir uns wieder mit unserem Körper und seinem ureigenen Rhythmus verbinden. Wenn wir uns wieder in unseren Herzrhythmus, unseren Atem Flow und in die vollkommene, sehr individuelle Zellbewegung einfinden, wird sich das auf unsere Präsenz, ja auf unser Urvertrauen mit dem wir dem heutigen Tag begegnen möchten, auswirken.

Zweite Übung: Inner wave

Die zweite Meditation „ Inner Wave“ entstand aus meinen Klangyoga Seminaren, in denen es sehr viel um den eigenen individuellen Rhythmus geht, den wir alle im Laufe des Lebens immer wieder verlieren, weil die Anforderungen an uns so groß sind.  Diese Meditation eignet sich auch sehr gut für den Yogaunterricht.

Anleitung Inner wave:

Bitte nimm deine eigene für dich bequeme Meditationshaltung ein. Dein Bauch darf dabei ruhig kugelrund nach vorn schauen – so wie bei einem Glücksbuddha. Dann sitzt du gut in deinem Becken. Deine Beine können abgewinkelt oder lang nach vorn gestreckt sein.

Nun schau einmal, wo du jetzt in diesem Moment deinen Atem spürst. In deinem Becken oder in deinem Bauch, deinem Rücken oder deinen Schultern? Nimm dir Zeit, deinen Atem zu erfühlen. Wenn es dir gefällt, lege eine Hand an die Körperstelle, an der du deinen Atem am meisten spürst. Dann nimmst du auch die Bewegung wahr, die dein Atem in deinem Körper macht. Dein Körper besteht zu einem hohen Prozentsatz aus Flüssigkeit. Wie ein inneres Meer. Dein inneres Meer wird bewegt von deinem Atem. Kannst du sie spüren deine innere Welle? Deine inner wave? Tief hineinspüren in die Bewegung in deinem Innern.

Wenn es für dich passt, kannst du jetzt oder gleich damit beginnen, dieser inneren Bewegung, deinem Urrhythmus, nachzugeben mit einer Bewegung, einer im Außen sichtbaren Bewegung. Dich sinken lassen oder aufrichten, durch deinen Atem, ganz unwillkürlich Bewegungen, manchmal kann sich sogar die Schulter heben und senken. Dir Zeit nehmen, dir Zeit lassen….

Meine Lieblingsbeschäftigung ist es,

Zeit vergehen zu lassen

Mir Zeit zu nehmen

Zeit zu haben

Zeit zu verschwenden

Außerhalb der Zeit zu leben… (frei nach Francoise Sagan)

Ganz in deiner Zeit schwingst du dich allmählich in dein Zentrum ein und genießt noch ein wenig die Ruhe.

Auswahl Klangschale für diese Meditation

Ich empfehle dir eine Sangha-Klangschale der Größe 3 für diese Meditation zu nehmen. Das ist für mich eine sehr besondere Klangschale und mein Bauch liebt sie sehr. Sie beruhigt die vielen Bewegungen in den Nerven und Organen in diesem Körperbereich sehr fein und zurückhaltend.

Wenn du dir weitere Podcasts mit Klangmeditationen anhören möchtest, lies gerne hier weiter…

Weiterführende Informationen zur Umsetzung in Gruppen:

Yoga im traditionellen Sinn ist ein rhythmisches Üben von Asanas. Damit wird der Sinn verfolgt,  symphatikotone und parasympathische Aktivierungen des Nervensystems abzuwechseln. Das macht sehr viel Sinn, da unser Körper dadurch verinnerlicht, dass nach einer Anstrengung auch wieder eine Entspannung folgt. In meinem Klangyogaunterricht erlebe ich bei der folgenden Meditation „inner wave“ immer wieder, wie schwierig es für einige Menschen ist, ihren eigenen Rhythmus wahrzunehmen und ausschließlich diesem Rhythmus zu folgen. Das wichtigste Ziel in meinem Klangyoga-Unterricht ist es, nicht von außen her einen Rhythmus vorzugeben, sondern nach Möglichkeiten den jeweils eigenen Rhythmus wieder neu zu entdecken und zu vertiefen.

Wenn wir diese Meditation in einer Gruppe erleben, folgt immer auch der Moment, zu dem ich auffordere, die Augen zu öffnen und zu schauen, wie komplett unterschiedlich der Rhythmus ist, in dem die Anwesenden sich bewegen. Das lässt die Erkenntnis so intensiv in den Augen der Teilnehmer sichtbar werden, dass sie einen ganz anderen Rhythmus haben als der Nachbar. Was kann das mit dem Tagesablauf, mit unserem von außen rhythmisierten Leben zu tun haben? Wenn ich immer wieder – jeder kennt das Wort – „fremdgesteuert“ bin und meinen eigenen Rhythmus völlig aus meiner Betrachtung meiner selbst entfernt habe, nehme ich mich selber nicht wahr. Dann kann ich auch gesunde Grenzen nicht mehr achten.

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Blogreihe Urvertrauen: Urvertrauen und Spiritualität – Teil 5: Theorie Stress

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Autorin Emily Hess

In dem „uralten Tempel“ hatte ich die heilsame Erkenntnis, dass spirituelle Energie unabhängig von Ländern, Religionen und Überzeugungen einfach da ist. Die Resonanz mit der Energie, die ich als mütterlich empfand, als eine ideale Mütterlichkeit, die Geborgenheit, Sicherheit und Wärme gibt, war nährend für mich. Es war ein Moment des Seins, ich war da und alles war gut so. Ich konnte mich in diesen Moment hinein entspannen, aus dem Stress des Alltags heraustreten. Stress belastet den Körper, wenn keine Erholungsphasen folgen. Stress als solcher ist nicht ungesund, aber Dauerstress macht uns krank. (mehr …)

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Blogreihe Urvertrauen: Spiritualität und Urvertrauen – Teil 4: Der uralte Tempel in Tibet

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Autorin Emily Hess

Der uralte Tempel

Die Fahrt über eine unebene Straße führte zu einem uralten Tempel in den Bergen. Die Mauern waren zerbröckelt, die Farben abgeblättert. Ich sah Menschen, die ihre für mich vollkommen fremdartigen Rituale verrichteten. Es war ein ruhiger Platz und ich hatte vom Berg aus einen wunderbaren Blick auf die tiefgrünen Wälder rundherum. Ich fühlte mich wohl und geborgen, eingehüllt in weibliche Energie, ähnlich wie ich es bereits in einer Marienkapelle in Norddeutschland erleben durfte.

Es handelte sich bei dem Tempel ebenfalls um eine Muttergottheit. Überrascht von den gleichen Gefühlen und Wahrnehmungen, machte ich mir das erste Mal in meinem Leben Gedanken über die Götter – über den Gott der unterschiedlichen Religionen, über Engel und Heilige. Immer wieder in späteren Jahren machte ich die gleichen Erfahrungen an unterschiedlichsten Orten der Welt mit unterschiedlichen Religionen. Es schien eine Einheit zu geben, eine Einheit von Tatsächlichkeit von tatsächlicher Göttlichkeit……von Spiritualität, die über den Gesetzen der Religionen stand. Besonders tief kam ich in Lhasa, Tibet, mit diesem Lebensthema in Berührung. (mehr …)

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Blogreihe Urvertrauen: Beziehung und Urvertrauen- Teil 3: Herz Klangmeditation mit Podcast

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von Emily Hess

Klangmeditation als Anregung für Gruppenleiter, Yogalehrer und Klangyogalehrer

Idealerweise sollte die folgende Meditation mit einer Klangschale begleitet werden. Dabei sollte es sich um eine qualitativ hochwertige Klangschale handeln wie zum Beispiel um eine Sangha Klangschale von peter hess products. Die Pünktchen gelten als Zeitangabe, in der nur der Klang erklingen sollte ohne weitere Worte. Ich habe diese Klangmeditation in Anlehnung an eine hypnotherapeutische Sprache geschrieben. Das mag beim reinen Lesen verwirrend wirken, ist aber in der Anwendung sehr wirksam. 

Nimm dir einen kleinen Moment Zeit, egal, wo du gerade bist. An deinem Schreibtisch, zu Hause, auf der Couch, an deinem Arbeitsplatz. Jetzt kannst du einen Moment nach innen schauen: Spüre das Lächeln hinter deinen Lippen und schenke es deinem Herzen. (mehr …)

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Blogreihe Urvertrauen: Beziehung und Urvertrauen – Teil 2

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Autorin Emily Hess

Ein entspannter Gesichtsausdruck und eine ruhige Modulation der Stimme sind Grundvoraussetzungen für jeden Menschen, um sich in der Nähe eines anderen Menschen sicher zu fühlen. In Nepal haben die Menschen sehr häufig einen sehr entspannten Gesichtsausdruck, ihre Stimme scheint ein Lächeln zu beinhalten. Diese Reaktion wird gesteuert durch den ventralen Vagus Nerv. Er fördert ruhige  Verhaltensweisen, indem er den Einfluss des Sympathikus zum Herzen aktiv unterbindet (Härle, Körperorientierte Traumatherapie, Seite 46). Diese Art des Kontakts vermisse ich in Deutschland häufig. Es ist auch in unserem Dorf Schweringen, in dem ich zusammen mit meinem Mann lebe, üblich, die Menschen herzlich und offen anzulächeln. In vielen Gegenden ist das leider eher unüblich. Ein Lächeln kann ein wunderbares Beziehungsangebot darstellen, sodass sich das Gegenüber wohl und gesehen fühlt. Für viele Menschen ist es aufgrund enttäuschender Erlebnisse in ihrem Leben nicht einfach, Vertrauen zu fassen. (mehr …)

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Blogreihe Urvertrauen: Beziehung und Urvertrauen – Teil 1: Der Sand vom Manasarowar

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Autorin Emily Hess

Ende 1980 überreichte  mir eine abenteuerliche, weit gereiste Frau mit dem seltsamen Namen „Zwiebelmuster“ ein kleines Gläschen mit Sand.

„Diesen Sand werden Sie eines Tages wieder zurückbringen an seinen Ursprung“, sagte sie.

Sie nannte mir den Namen des Sees und des Berges, aus deren Umgebung der Sand stammte. Beides waren mir völlig unbekannte Namen. Das weit entfernte Land hieß „Tibet“. Der Name des Sees war noch exotischer: „Manasarowar.“

Mein Leben ging weiter: bunt, lebendig, schmerzhaft und wie immer klangvoll.

Einige Jahre nach der Begegnung mit Frau „Zwiebelmuster“ lernte ich auf einem Bauernhof einen besonderen Mann kennen, der umgeben war von seltsamen goldenen Schalen, die eigenartige Klänge von sich gaben. Ich besuchte ein Seminar zum Thema „Klangmassage“. Peter Hess hatte diese Methode aus Erfahrungen, die er in einem für mich unvorstellbar fernen und fremden Land gemacht hatte, entwickelt. Die Atmosphäre in der Gruppe von ca. 30 Menschen war faszinierend, leicht und locker. Die körpertherapeutische Methode erreichte mich unverzüglich. Eine transformierende Erfahrung. (mehr …)

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Neu: Urvertrauen Blogreihe von Emily Hess

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von Emily Hess

„Es ist immer Zeit für den Beginn einer glücklichen Kindheit und eines selbstbestimmten Lebens.“
Peter und Emily Hess

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Urvertrauen. Die Thematik begegnet mir immer wieder, sowohl auf meinem persönlichen Lebensweg als auch im engen Austausch mit meinen Seminarteilnehmern. Viele Menschen finden erst in unseren Seminaren mit Hilfe der Klangmethoden zurück in ihr Urvertrauen.

Was bedeutet Urvertrauen überhaupt? Urvertrauen ist ein Begriff, der in der Soziologie, Psychologie und Psychoanalyse verwendet wird. Das Urvertrauen bezeichnet in erster Linie das aus einer engen Mutter-Kind- Beziehung hervorgegangene natürliche Vertrauen des Menschen zu seiner Umwelt.

Meine Begeisterung und intensive Beschäftigung mit dem Thema hat dazu geführt, dass ich einerseits meine persönlichen Erfahrungen mitteilen möchte. Andererseits möchte ich Techniken darstellen, die dich darin unterstützen können, verlorengegangenes Urvertrauen wieder zu entdecken oder zu vertiefen. (mehr …)

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Klangyoga mit Übung für das Becken – Urvertrauen stärken

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von  Doris Iding

Fehlt dir ab und zu ein bisschen Bodenhaftung? Oder hast du manchmal zu wenig Vertrauen ins Leben? Die folgenden Übungen können dich wieder zurückbringen auf den Boden und dir Urvertrauen schenken – in dich selbst und in dein Leben! Tipps dazu gibt die Klangyoga Expertin Emily Hess.

Viele Menschen beginnen den Tag eher unbewusst mit vielen kleinen – teilweise negativen – Gewohnheiten. Denn erwiesenermaßen sind unsere Gewohnheiten nicht immer zu unserem Besten. Oft sind es Ängste und Sorgen, Selbstzweifel oder ein grundlegendes Misstrauen dem Leben gegenüber, mit dem sie den Tag starten. Und wenn dann irgendetwas schiefgeht, fühlen sie sich bestätigt, so als hätten sie doch schon im Vorfeld gewusst, dass sich das Leben gegen sie wendet.

Es geht aber auch anders: Wenn du dich achtsam auf den kommenden Tag vorbereitest, kannst du bewusst erleben und ihn in einer Haltung von Urvertrauen gestalten. (mehr …)

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Interview zum Thema Urvertrauen und Klangyoga mit Emily Hess – mit Gewinnmöglichkeit Seminar Urvertrauen!

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Interview von Doris Iding mit Emily Hess

  1. Klangschalen haben eine so enorm beruhigende und entspannende Wirkung. Wie kommt diese zustande?

Klänge haben seit jeher in vielen Kulturen der Welt eine wichtige Bedeutung – sowohl im rituellen als auch im sozialen Kontext oder dem des Heilwesens. Die besonders entspannende Wirkung obertonreicher Klänge, wie von sehr guten Klangschalen im Zusammenhang mit den Klang-Resonanz-Methoden wie dem Klangyoga oder der Peter Hess Klangmassage, wird bestätigt in der Entspannungsstudie von Dr. Christina M. Koller oder in einer Studie im Rahmen der Bluthochdrucktherapie von Dr. Jens Gramann, Herzzentrum – Berlin, und durch viele weitere Studien. Was zentral wirkt, ist das Zusammenkommen von Fühlen, Hören und dem Angebot von Frequenzen, die eine Resonanz sowohl zum Körper, aber auch zur Seele aufbauen. Ein Ausgleich von Sympathikus und Parasympathikus ist die Folge.

Somit entsteht nachweislich eine direkte, entspannende und ausgleichende Wirkung im vegetativen Nervensystem (Ross, 2010, S. 86). (mehr …)

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