Vorstellung der Klangmethoden auf Dortmunds erster Fibromyalgie-Tagung

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18-04-05 KM bei Fibromylagievon Gastautorin Angelika Rieckmann

Im Medizinischen Versorgungszentrum MVZ Dr. Kretzmann & Kollegen (Dortmund), rehaMED im Unioncarré,  waren am 15. November 2017 Menschen mit Fibromyalgie und ihre Angehörigen  eingeladen, sich zu aktuellen Möglichkeiten der Hilfe und Selbsthilfe bei Fibromyalgie zu informieren.

Die Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die bei den Betroffenen einen hohen Leidensdruck auslöst.

Das Programm mit dem Thema: „Was hilft wirklich bei Fibromyalgie?“ bot viele Möglichkeiten, neue Wege der Diagnostik und Therapie kennenzulernen.
Es begann mit vier halbstündigen Vorträgen:

  • Dr. med. Willi Kretzmann: Fibromyalgie – Aktuelles zu Diagnose und Therapie
  • Dr. med. Kathrin De Beer: Fibromyalgie – Was kann ich selbst tun?
  • Internes Therapieteam: Möglichkeiten der Physiotherapie, Ergotherapie und medizinischen Fitness
  • Angelika Rieckmann, Ergotherapeutin / Klangtherapeutin: Klangmethoden zur Stärkung des Gesunden für Menschen mit Fibromyalgie

Nach drei theoretischen Vorträgen hielt ich meinen Theoriebeitrag besonders kurz, um den Teilnehmern die Chance zu geben, den Klang zu erleben und zu fühlen.

Nach einer kurzen Einführung über die Wirkungsweise und den Nutzen der Klangmethoden sowie die Anschlägeltechnik gingen einige Universalschalen zum selber Ausprobieren und Fühlen der Klangschwingungen durch den voll besetzten Raum mit ca. 120 Gästen.

Dann führte ich eine Klangmeditation durch, um alle Anwesenden einzuladen, das Gesunde zu stärken und um sie in ihre Ressourcen zu führen. Dabei konnten viele Menschen erleben, wie die Klänge über Entspannung ihr Vegetatives Nervensystem in die Regenerations- und Selbstheilungsenergie gelenkt haben. Dazu gab es hinterher besonders viele positive Rückmeldungen.

Zum Schluss habe ich noch zur Veranschaulichung eine Klangmassage-Demonstration durchgeführt und Fragen der Teilnehmer beantwortet.

Im Anschluss an diesen offiziellen Teil gab es noch ein interaktives Rahmenprogramm:

Das Expertenteam stand den Teilnehmern für individuelle Fragen zur Verfügung.  Außerdem hatten Interessierte noch die Gelegenheit,

  • Kurzklangmassagen im Liegen zu erleben
  • eine „Stress-Messung“ durchführen zu lassen, bei der die Entspannungsfähigkeit des vegetativen Nervensystems beurteilt wird
  • in die Aromatherapie hinein zu schnuppern

An unserem Klangmassage-Stand mit zwei Liegen war eine Warteschlange, während Norbert Kasprowski und ich die Klangmassagen gegeben haben.

Den Teilnehmern hat die Klangmassage durchweg gut gefallen und gutgetan. Sie haben trotz der Kürze der Klangmassage erlebt, dass es ihnen mit den Klängen deutlich besser geht und Schmerzen in den Hintergrund treten.

Ein besonderes Erlebnis an diesem Tag war, dass eine Patientin, die gerade mit Sensoren an der Messung der Herzratenvariabilität angeschlossen war, was einen ziemlich schlechten vegetativen Wert anzeigte, damit zur Klangmassage kam und sich dieser Wert schon in Sekunden und während der mehrminütigen Klangmassage deutlich verbesserte, was die zuständige Ärztin in diesem Maße noch nicht erlebt hatte.

Dazu ihre eigenen Worte:
„Als Ärztin und Psychotherapeutin beschäftige ich mich mit den Auswirkungen von Therapien auf das vegetative Nervensystem. Durch eine Analyse der Herzratenvariabilität (HRV) lässt sich feststellen, ob Sympathikus und Parasympathikus in Balance sind oder ob vegetative Fehlregulationen bestehen. Beim 1. Dortmunder Fibromyalgie-Tag habe ich eine verblüffende Erfahrung gemacht: Bei einer Teilnehmerin, die unter chronischen Schmerzen leidet, zeigte die HRV-Analyse deutliche Hinweise auf eine Überaktivierung des Sympathikus bei geringer Parasympathikusaktivität. Im Rahmen einer Klangmassage wurde dann eine erneute Messung durchgeführt. Das Ergebnis hat mich sehr beeindruckt: Der Parasympathikus konnte unmittelbar aktiviert werden, sodass die vegetative Regulation sich deutlich in Richtung Entspannung und Regeneration verändert hat. Einen so raschen und deutlichen Effekt hätte ich nicht erwartet.“   Frau Dr. med. De Beer

Wegen der großen Anmeldezahl bei der ersten Dortmunder Fibromyalgie-Tagung wurde das gesamte Programm zweimal hintereinander, also am Nachmittag und am Abend durchgeführt.

Besonders schön ist nicht nur die große positive Resonanz bei den Betroffenen, sondern auch beim Ärzteteam, das uns eingeladen hatte.

Erfreulicherweise werden demnächst die Therapeuten des MVZ Dr. Kretzmann & Kollegen im Seminar  “Peter Hess®- Klangmassage I“ ausgebildet. So werden viele Patienten in dieser Einrichtung den Klang als begleitendes Therapieverfahren erleben können und damit Linderung von ihren Beschwerden erfahren.

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