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Warum gerade Klangmassage auf einer Intensivstation?

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von Gastautorin Gabriele Seidenath, Artikel erschienen in der Fachzeitschrift 10/2015 des Europäischen Fachverbands Klang-Massage-Therapie e.V.

Passen Klangmassagen zu einer sonst so hoch technisierten Intensivstation?
Diese Frage beschäftigt mich als Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin am HELIOS Amper- Klinikum Dachau, seit ich Peter Hess®-Klangmassagepraktikerin und Heilpraktikerin bin, also seit 2011.
Im Bereich der Intensivpflege und der Anästhesie bin ich nun schon seit mehr als 20 Jahren tätig, davon seit 13 Jahren in Dachau. Dort besteht eine Interdisziplinäre Intensivstation mit Innerer Medizin, Chirurgie, HNO, Neurologie, Gynäkologie sowie Urologie und mit insgesamt 16 Beatmungsplätzen.
Nach meiner Ausbildung zur Klangmassagepraktikerin war mir schnell klar, dass die Intensivpatienten und -patientinnen von der Klangmassage profitieren würden. Ich habe diese Gedanken auch meiner Pflegedienstleitung vorgetragen und konnte sie dabei schnell von der Sinnhaftigkeit eines Klangschalen-Einsatzes auf der Intensivstation überzeugen. Darüber hinaus durfte ich auch gleich Klangschalen für die Intensivstation bestellen. So begann ich im Januar 2012 auf der Intensivstation verkürzte Entspannungsklangmassagen für gestresste Intensivpatienten anzubieten.
Rasch stellte sich die Frage, welche Patienten in den Genuss von Klangmassagen kommen sollten. Schließlich kamen hierfür – alleine aufgrund ihrer schieren Menge – nicht alle Patienten in Betracht. Ich begann bei Patienten, die Stress und Orientierungslosigkeit (Delir) zeigten. Die Angehörigen, die ich in die geplante Anwendung einbezog, zeigten sich allesamt sehr offen und angetan. Auch interessierten sich viele Kolleginnen und Kollegen sowohl aus dem pflegerischen als auch aus dem ärztlichen Bereich für die Klanganwendung. Sie zeigten sich an schließend begeistert von deren Wirkung, denn gerade unruhige Patienten schliefen bei der Klangtherapie häufig ein.
Oft waren es Patienten im Delir, die trotz sedierender Medikamente tagelang unruhig und orientierungslos waren und mit denen sich der anfangs schwierige Umgang im Anschluss an die Klangentspannung signifikant besser gestaltete.
Die Intensivstation – ein Ort mit vielen Stressquellen für die Patienten
Egal ob die Wahrnehmungsstörung mehr oder weniger ausgeprägt ist: Durchgehend alle Patientinnen und Patienten sind auf der Intensivstation starkem Stress ausgesetzt. Nicht nur durch ihre Diagnose, die sie auf die Intensiv station geführt hat – etwa Krebs, Lungenembolie, akute Atemnot oder schwierige Operationen mit Teilresektionen von Organen und anschließender Nachbeatmung und Intensivtherapie, sondern auch durch die Umstände: vielfach werden Patientinnen und Patienten sehr kurzfristig als Notfall eingeliefert, sie konnten sich auf die neue Situation nicht bzw. nur sehr kurz einstellen. All dies bereitet dem Intensivpatienten ebenso Stress wie die oft lebensbedrohliche Situation und sein Kampf um Leben und Tod. Auch kommt es bei Patienten auf der Intensivstation – sehr häufig und umso mehr, je wacher sie werden – zu einer Reizüberflutung durch viele fremde Personen sowie laute Geräusche. Hinzu kommt, dass die Reizverarbeitung der Patienten nach ihren traumatischen Erlebnissen verändert ist.
Wahrnehmungsstörungen werden oft auch durch Luftkissenbetten gefördert, die häufig auf Intensivstationen eingesetzt werden, insbesondere um Dekubiti (Geschwüre durch liegen) zu vermeiden. Denn in diesen Betten verlieren die Patienten den Bezug zu sich und zu ihrem Körper sowie zur Umgebung. Dazu kommt noch der akustische Lärm sowie die Störung des Tag-Nacht-Rhythmus: Auf einer Intensivstation müssen nun einmal die Vitalfunktionen ständig überwacht werden, damit bei Veränderungen schnell eingegriffen werden kann. Dies geschieht auch und gerade durch akustische Signale. Die Patienten können aber ihre Ohren nicht einfach abschalten. Bei Umfragen nach einem Intensivaufenthalt berichten Patienten deshalb sowohl von sehr hohem und belastendem Lärm als auch vom hellen Licht, das auf einer Intensivstation häufiger brennt. Der Tag- und Nachtrhythmus wird ferner durch die nicht selten herrschende Hektik und die regelmäßigen Pflegemaßnahmen gestört.
Es ist also das Herausgerissen-Sein aus der gewohnten Umgebung, das Abhängig-Sein von Maschinen und fremden Personen sowie der Verlust der eigenen Autonomie, der bei vielen Patienten Stress entstehen lässt.
Negative Auswirkungen von Stress
Egal wodurch Intensivpatienten Stress haben, immer hat er starke Auswirkungen auf sie, auf ihre Organe und insbesondere auf ihre Atmung, denn Atmung und Stress hängen ganz eng zusammen. Durch Stress kann es beispielsweise zur Tachypnoe kommen, also zur beschleunigten Atmung und damit häufig zu einer geringeren Belüftung der Lunge im unteren Bereich. Auch fehlt die Bauchatmung, was die Sauerstoffsättigung des Blutes merklich mindert. Aber nicht nur auf die Atmung hat Stress negative Auswirkungen: Im Stress kommt es meist zusätzlich auch zur schlechteren Durchblutung im Bauchbereich. Medizinischer Hintergrund hierfür ist, dass die glatte Darmmuskulatur ( Peristaltik) durch das autonome Nervensystem und insbesondere den Parasympathikus aktiviert und gesteuert wird.
Da in einer Entspannungsphase der Parasympathikus aktiv ist, steigert dies die Darmtätigkeit, d.h. der Patient hat weniger Probleme mit Obstipation (Verstopfung). Und diese Probleme sind auf der Intensivstation häufig anzutreffen, da hier Entspannung so schwer möglich ist. In der Gallenblase kann es zu einer Gallenabflussstörung kommen, die sich manchmal in Form einer so genannten Stressgalle manifestiert. Stress hat aber auch nachteilige Folgen für das Herz- Kreislaufsystem, denn durch eine vermehrte Adrenalin- und Cortisol- Ausschüttung steigt der Blutdruck an und die Gefäße ziehen sich zusammen. Geschwächt wird zudem das Immunsystem, was die Genesung ebenfalls beeinträchtigt.
Klangmassagen auf der Intensivstation können nun die Stress-Symptomatik der Patienten reduzieren, sie entspannen und gleichzeitig deren Wahrnehmung verbessern. Die Entspannung wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv aus, vor allem auch auf die Atmung. Eine entspannte Atmung ist wiederum wichtig, um die Patienten leichter von der Beatmungsmaschine abtrainieren zu können.
Erfassung von Patienten vor und nach einer Klangentspannung
Um festzustellen, ob und wie Klangmassagen wirken, habe ich einen Erfassungsbogen entworfen, der die verschiedenen Vital-Parameter der Patienten vor und nach einer Klangmassage erfasst. Veränderungen durch die Intervention werden so leicht sichtbar. Seit 2012 ist auf diese Weise die Wirkung von Klangentspannung bei mehr als 70 Patienten dokumentiert worden.
Auf dieser Grundlage lässt sich bereits jetzt sagen, dass sich bei rund 70 Prozent der beobachteten Patienten eine messbare, positive Veränderung in ganz unterschiedlichen Bereichen eingestellt hat. Auswirkungen waren beispielsweise gut bei der Atemfrequenz zu beobachten, ebenso beim Atemzugvolumen (CPAP), beim Blutdruck, der Herzfrequenz, der Sauerstoffsättigung. Zudem war bei einer hohen Anzahl unruhiger Patienten zu beobachten, dass diese durch das Klangangebot ruhiger geworden oder sogar eingeschlafen sind. Die signifikante Entspannung hat zudem dazu geführt, dass die Patienten anschließend Pflegemaßnahmen besser toleriert haben.
Durchführung von Klangmassagen auf der Intensivstation
Auf der Intensivstation können Klangmassagen nur selten in klassischer Form durchgeführt werden. Viele der Intensivpatienten hatten eine Bauch-Operation, schon deshalb kann keine Klangschale auf dem Bauch der Patienten platziert werden. Meist werden die Schalen daher neben den Körper der Patienten gestellt. Auf diese Weise entsteht um sie herum ein Klangraum. Dieser Klangraum unterstützt den Patient dabei, in eine Entspannung zu finden. Die störenden Geräusche treten in den Hintergrund, Entspannung kann mit all den gewünschten Folgen eintreten.
Da ein Klangangebot bei Intensivpatienten in den zeitlichen Rahmen des Intensivablaufes integriert werden muss, dauert sie meist nicht sehr lange, in der Regel zwischen 5 und 15 Minuten. Oft ist aber schon nach ein paar Anschlägen der Schale eine Veränderung sowohl am Patienten als auch am Monitor beobachtbar.
Hierzu ein Beispiel aus der Praxis:
Frau R. lag schon ein paar Wochen auf der Intensivstation, nach einer Pankreas-Teilresektion sowie mit einer Pneumonie bei chronischer Alkoholerkrankung.
Sie musste längere Zeit beatmet bleiben, da wegen ihrer Lungenentzündung das Atemzugvolumen recht gering war. Sie war kurzatmig und folglich lagen ihre Blutgas-Werte außerhalb des Normbereichs. Da Frau R. insgesamt sehr unruhig war, fiel es einerseits schwer, sie von der Beatmungsmaschine abzutrainieren, andererseits musste sie mit Medikamenten sediert werden: Sie erhielt eine hohe Dosis eines Mix aus drei verschiedenen sedierenden Medikamenten.
Unter diesen Vorzeichen habe ich bei Frau R. in meinem Spätdienst eine Klangmassage durchgeführt. Da die Patientin einen Bauchschnitt hatte, konnte ich ihr keine Schale auf den Bauch legen. Auch in der Reichweite ihrer Hände und Füße konnte ich keine Schalen aufstellen, wenn sich Frau R. unruhig bewegte. Also stellte ich bei ihr einen Klangraum her, indem ich ihr die Universal- und Herzschalen rechts und links von den Schultern und die Beckenschale zwischen ihren Füßen platzierte. Langsam und ruhig begann ich die Schalen anzuklingen. Nach rund 5 Minuten merkte ich, wie Frau R. ruhiger wurde und auch langsamer und tiefer atmete. Ihr Blutdruck ging etwas zurück, sie wurde entspannter und bewegte sich weniger. Gleichwohl führte ich die Klangmassage noch weitere 10 Minuten fort, insgesamt also 15 Minuten.
Im Anschluss atmete Frau R. an der Beatmungsmaschine leichter, sie presste nicht so sehr dagegen wie noch zuvor. Insgesamt war sie nicht mehr so unruhig.
Am nächsten Tag hat mir meine Kollegin berichtet, dass Frau R. auffallend leichter zu führen war und ihre Dreifachsedierung weitestgehend reduziert werden konnte. Frau R. wurde wacher und klarer.
Fazit:
Der Einsatz von Klangschalen ist eine hilfreiche und zusätzliche Unterstützung in der Intensivmedizin. Gerade wenn Patienten noch nicht ganz klar und wach sind, wirken Klangangebote für sie in besonderer Weise unterstützend und segensreich.
Klangmassagen wirken auch und gerade bei Intensivpatienten sehr positiv: Sie entspannen, nehmen Stress und Ängste und aktivieren die Wahrnehmung der Patienten. Die Atmung wird tiefer und ruhiger, Tachypnoe (über-höhte Atemfrequenz) wird abgebaut. Die Dosis sedierender Medikamente kann reduziert werden, dies fördert die Genesung. Auch die Pflegemaßnahmen können deutlich entspannter durchgeführt werden, wovon natürlich auch die Pflegepersonen profitieren. Patienten können schneller von der Intensivstation in eine Normalstation verlegt werden.
Einen weiteren Bericht zum Einsatz der Klangmassage auf der Intensivstation aus Österreich finden Sie hier…
Gabriele Seidenath ist seit 1994 Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin und arbeitet seit 2002 (in Teilzeit) auf der Intensivstation des HELIOS Amper-Klinikums Dachau. Seit 2011 setzt sie dort mit großem Erfolg Klangangebote ein und berichtete immer wieder als Referentin bei Fachkongressen über die „Klangmassage bei Intensivpatienten“. Sie ist Gastdozentin an der Fachakademie Schönbrunn und unterrichtet dort in der Kranken- und der Altenpflegeausbildung den Bereich komplementäre Methoden in der Pflege sowie Intensivpflege und Umgang mit Palliativpatienten.
Als Heilpraktikerin und Peter Hess®-Klangmassagepraktikerin ist sie zudem in München- Schwabing in eigener Praxis tätig. Dort arbeitet sie seit längerem mit komplementären Methoden, unter anderem mit Fußreflextherapie und Ohrakupunktur und eben auch sehr viel mit Klangmassagen. Sie leitet Kurse zur Gesundheitsprävention bei Krankenkassen.
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Klangmassage auf der Intensivstation

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von Gastautor Harald Titzer, erschienen in der Fachzeitschrift „Entwicklung und Forschung 09/2014“ des Europäischen Fachverbands Klang-Massage-Therapie e.V.

Als ganzheitliche Entspannungsmethode kann die Klangmassage auch auf einer Intensivstation ein wertvoller Gegenpol zum oft belastenden Klinikalltag sein, wie folgender Bericht zeigt.

Als Gesundheits- und Krankenpfleger auf der Intensivstation 13i2 des AKH Wien biete ich unseren Patienten seit November 2008 die Peter Hess-Klangmassage zur Entspannung und Stressreduzierung an.

Die Intensivstation 13i2 des AKH Wien ist eine allgemeine Einrichtung der Universitätsklinik für Innere Medizin I, die die klinischen Schwerpunkte „Onkologie“, „Hämatologie und Hämostaseologie“ sowie „Infektionen und Chemotherapie“ abdeckt. Das Angebot der Intensivstation umfasst dabei vor allem zwei Hauptaufgaben; 1. die künstliche „Organersatz-Therapie“ („life-support“) bei akut auftretenden lebensbedrohlichen Organversagen und 2. das Monitoring von Patienten mit grenzwertiger Organfunktion. D.h. die Patienten werden während einer kritischen bis lebensbedrohlichen Krankheitsphase aufgenommen. Oftmals folgt nach der Stabilisierung des kritischen Zustandes ein längerer Aufenthalt, wobei die Patienten in ihrem Wohlbefinden stark beeinträchtigt sind. (mehr …)

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Klang als Puzzlestück auf meinem Weg der Genesung – mein Kampf zurück in ein zweites Leben

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von Gastautorin Heike Sy, Fachartikel erschienen in der Fachzeitschrift 11/2016 des Europäischen Fachverbands Klang-Massage-Therapie e.V.

Nach einem schweren Autounfall fand ich mich nach einigen Wochen im Koma in der Klinik Leezen wieder — einer Akutklinik für Frührehabilitation und ein inter disziplinäres Rehabilitationszentrum. Die Klänge haben mir geholfen, den Weg zurück ins Leben zu finden.

Die Vorgeschichte

Mein Name ist Heike Sy, Ingenieur-Ökonomin und Betriebswirtin.
Im November 2005 arbeitete ich in einer Caravaning-Firma bei Hannover. An diesem verhängnisvollen 5. November war ich mit meinem Ford Mondeo dienstlich unterwegs. Da passierte es. Es waren nur wenige Sekunden, die mein Leben veränderten. Das Auto ließ sich auf der feuchtrutschigen Straße nicht navigieren, es begann zu schleudern, drehte sich herum. So prallte ich ungebremst mit der Fahrerseite gegen einen Baum. Bei dem Crash geriet mein Kopf in eine unglückliche Lage. Dadurch wurde das Gehirn mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Der Notarzt intubierte noch im Rettungshubschrauber, der mich in die Uniklinik Hannover flog. (mehr …)

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Klangmassage – Teil der interdisziplinären Rehabilitation Schwerstkranker

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Rückblick auf mehr als zehn Jahre Klang in der HELIOS Klinik Leezen

von Nicole Becker, erschienen in der Fachzeitschrift des Europäischen Fachverbands Klang-Massage-Therapie e.V. 11/2016

Blitzlicht aus meiner Kindheit

Weihnachtszeit 1973, Rostock, im Haus der Hochseefischer… Seemänner, die nicht zu ihren Familien konnten, weil ihr Schiff wieder hinaus auf See fahren sollte … eine singende Kindergruppe und die Kleinste, Nicole Rehm (nach der Heirat der Eltern Becker), wurde mit ihren gerade erreichten drei Jahren nach vorn geschoben, neben eine für sie riesig wirkende, leuchtende Tanne. „Nun sing!“ Sie sang: „Süßer die Glocken nie klingen …“ Große Kerle bekamen feuchte Augen, weiche Gesichtszüge, lachten auch. Ein Blick zwischen Erzieherin und Kind bedeutete, dass es gut so ist; ein Streicheln, Durchatmen, Glück beim Kind. Freude, Gemeinsamkeit, Emotion.

Aus heutiger Sicht ist dies eine frühe bewusste Erinnerung daran, dass Musik, Gesang, Klang im weitesten Sinne, das Miteinander mit Menschen sowie Emotionen schon immer – mal mehr und mal weniger bedeutsam – zu meinem Leben gehörten. So führte mein „wachsender und werdender“ Weg über die pädagogische und musikerzieherische Tätigkeit zur Musiktherapie in einer neurologisch und intensiv medizinisch ausgerichteten Rehaklinik mit schwerst betroffenen Patienten. Im Laufe meiner bislang mehr als 17 Jahre dort spezialisierte sich die HELIOS Klinik Leezen zur Akutklinik für Frührehabilitation und zum interdisziplinären Rehabilitationszentrum, ist deutschlandweit größtes Weaningzentrum und im Norden größte Klinik mit diesem Angebot.

Klangschalen – eine Bereicherung für mein musiktherapeutisches Angebot

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Klangschalen in der Intensivmedizin

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In der HELIOS Klinik Leezen, einer Fachklinik für Rehabilitation und Intensivmedizin, begleitet Nicole Becker Patienten auf deren Genesungsweg musik-, tanz-/ ausdrucks- sowie klangtherapeutisch. Die Peter Hess®-Klangmassage ist Teil ihres kreativtherapeutischen Angebots im Rahmen der interdisziplinären Behandlung der Patienten, die aufgrund eines Schlaganfalls, neurologischer Erkrankungen, nach neurochirurgischen Eingriffen oder bei Tumorleiden und entsprechenden Folgeerkrankungen in der Klinik behandelt werden.

Seit sie die Klangmassage 2002 bei einer Fortbildung kennenlernte, konnte sie vielfältige positive Erfahrungen sowohl in der Intensivmedizin als auch in der Rehabilitation sammeln, wie der Video Beitrag zeigt.

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4. Fachkongress Peter Hess – Klangmassage 01.-03.11.2019: Kraftquelle Klang – Entspannung, Gesundheit und Lebensfreude stärken

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Wir möchten Sie herzlich zum diesjährigen Fachkongress rund um die Peter Hess-Klangmethoden unseres Kooperationspartners des Europäischen Fachverbandes Klang-Massage-Therapie e.V. einladen! Das Motto des diesjährigen Fachkongresses rund um die Peter Hess – Klangmassage und die Peter Hess-Klangmethoden lautet Kraftquelle Klang – Entspannung, Gesundheit und Lebensfreude mit den Peter Hess®-Klangmethoden stärken

Wir freuen uns, Ihnen dieses Jahr zu unserem 20ig-jährigen Vereinsjubiläum ein hochkarätiges Programm aus Vorträgen, Workshops und Konzerten bieten zu können. Referenten wie Prof. Dr. Thilo Hinterberger, Prof. Dr. Rolf Verres, PD Dr. Uwe Ross, Dr. Claudia Glöckner und viele weitere sind geladen. Das Kongresswochenende bietet wieder eine einzigartige Plattform für Weiterbildung, Klanggenuss und Erfahrungsaustausch.

Spannende Einblicke in die Peter Hess®-Klangarbeit und konkrete Praxistipps machen diese Veranstaltung zu einem echten Highlight für Klang-Interessierte wie auch für Klang-Profis!

Seien Sie mit dabei, tauchen Sie ein in die Welt der Klänge und genießen Sie deren wohltuende Wirkung!

Das Programm

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Wie pflege ich eine Klangschale? Mit Anleitung zum Download

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von Peter Hess

Manchmal kommt es zu Verunreinigungen auf der Oberfläche einer Klangschale. Durch die verschiedenen Metalle, aus denen eine Klangschale gefertigt wird, können elektrische Spannungen entstehen, wodurch galvanische Elemente gebildet werden – Korrosion entsteht. Aber auch der Kontakt mit salz- oder säurehaltigen Flüssigkeiten kann den Prozess der Korrosion fördern. Dabei kommen vermehrt Kupferanteile an die Oberfläche, die rötlich-braunen Flecken verursachen. Zwar wird die Oberfläche von Klangschalen normalerweise nach der Fertigung versiegelt, sodass sie geschützt ist, doch wird dies nachlässig gemacht oder versäumt, kann es z.B. beim Überseetransport oder durch den Kontakt mit Schweiß (an den Händen) zur eben beschriebenen Verunreinigung kommen.

Ich möchte Ihnen hier eine besonders schnelle und wirksame Methode vorstellen, die sich vor allem bei starken Verschmutzungen bewährt hat: (mehr …)

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Wie finde ich die richtige Klangschale für mich?

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Hilfreiche Tipps für den Kauf einer Klangschale

von Peter Hess

Viele Menschen sind augenblicklich vom sphärisch anmutenden Klang einer Klangschale fasziniert und möchten dieses faszinierende Instrument mit seinen vielfältigen Möglichkeiten für sich oder andere nutzen. Ich möchte Ihnen hier einige Tipps geben, die Sie bei der Auswahl einer Klangschale beachten sollten.

Heute gibt es unzählige Klangschalen verschiedener Größen, Klangfarben und Qualität auf dem Markt. Bei der Auswahl Ihrer ganz persönlichen Klangschale spielen natürlich vor allem Ihre Vorlieben eine wichtige Rolle. In jedem Fall sollten Sie den Klang der Schale als besonders angenehm und einladend empfinden – nur dann werden Sie sie gerne und regelmäßig nutzen. Wichtig ist zu wissen, dass es individuell sehr unterschiedliche Vorlieben gibt, daher möchte ich Sie dazu ermutigen, beim Kauf wirklich auf Ihre persönliche Vorliebe zu achten und nicht auf die des Verkäufers.

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Erfolgreiche Bluthochdrucktherapie mit der Peter Hess®-Klangmassage

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von Gastautor Dr. med. Jens Gramann, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Entwicklung und Forschung 9/2014 des Europäischen Fachverbandes Klang-Massage-Therapie e.V.

Ergebnisse der Berliner Bluthochdruck-Klangstudie
Einleitung

Die Hypertonie – also der Bluthochdruck – stellt eine der größten Heraus-forderungen für die Innere Medizin dar. Erhöhter Blutdruck wird oft von den Patienten gar nicht als Krankheit wahrgenommen, bedeutet aber ein erhebliches Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko. Auch Nierenschäden, Sehstörungen und vorzeitige Demenz können die Folge sein. Die Hypertonie ist mit über einer Billion Betroffener die weltweit häufigste Erkrankung. In Deutschland ist etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung betroffen. Davon gilt lediglich etwa ein Viertel als erfolgreich behandelt und das trotz eines massiven Einsatzes von Diagnostik und Medikamenten. Ein niederschmetterndes Ergebnis für die moderne Medizin.

Der überwältigende Anteil der Bluthochdruckpatienten leidet an einer „essentiellen Hypertonie“, also an einem Bluthochdruck ohne fassbare organische Ursachen. Neben genetischen Faktoren kommen hier im Wesentlichen Lebensstilfaktoren zum Tragen, die ein jeder selbst verantwortet: Bewegungsmangel, ungesunde Ernährungsweise mit Übergewicht/ Adipositas und chronischer Disstress. Nicht medikamentöse Behandlungsstrategien, die auf eine Veränderung des Lebensstils zielen, gewinnen daher immer mehr an Bedeutung. Diese Erkenntnis ist auch in der evidenzbasierten, also durch wissenschaftliche Studien abgesicherten Schulmedizin angekommen. Die Europäische Gesellschaft für Kardiologie hat ihre Hypertonie Leitlinien 2013 aktualisiert und fordert ein künftig konsequenteres Vorgehen in der Prävention und Nutzung der nicht medikamentösen Maßnahmen. (mehr …)

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Successful blood pressure therapy with Peter Hess® sound massage – Results of the Berlin hypertension sound therapy study

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by guest author Dr. Jens Gramann, MD

Introduction

Hypertension – high blood pressure – presents one of the greatest challenges for internal medicine. Elevated blood pressure is often not recognized as a disease by patients but puts them at significantly higher risk of stroke and heart infarct. Kidney damage, vision problems, and early onset of dementia are also potential consequences. With over one billion people affected, hypertension is the most common
disease worldwide. In Germany, approximately half of the adult population is affected. Of these, only approx. one quarter is deemed to be successfully treated despite a very high commitment to diagnostics and pharmacological therapies. A devastating result for modern medicine.

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