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Der Einsatz von Klangschalen im Schulalltag – Teil II

Ruherituale als kleine Form der Meditation im Unterricht

von Ulli Krause

Zur Ruhe finden, sich zu sammeln und sich zu konzentrieren, sich auf einen Unterrichtsabschnitt oder eine Aufgabe vorzubereiten, ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.

Nur, wie schafft man diese Bedingungen?

Reizüberflutung und Konzentrationsmängel sind auffällige Erscheinungen in der jetzigen Schülergeneration. Aussagen wie „Nun konzentriere dich mal“ bringen nicht den gewünschten Erfolg. Energie tanken durch das Öffnen der Fenster für einen Augenblick ist uns von unserer eigenen Schulzeit noch im Bewusstsein.

Die Pädagogik der Montessori-Schulen hat das Problem schon vor Jahren erkannt und sogenannte Ruherituale in den Unterrichtsalltag integriert. Diese kurzen Meditationsintervalle mehrmals im Schulalltag eingesetzt haben zu dem gewünschten Erfolg geführt. „In der Ruhe liegt die Kraft“ ist ein gängiges Sprichwort. Und in der Meditation finden wir zu dieser Ruhe, um neue Kraft zu schöpfen. Gut verbinden kann man diese „schöpferischen Ruhepausen“ mit den Möglichkeiten der Atemtherapie, weil durch das Atmen (mit dem Ausatmen sich bewusst von verbrauchter Energie befreien, Sorgen und Ängste loslassen – mit dem Einatmen ganz bewusst frische Energie aufnehmen) dieser Prozess noch intensiviert wird. Und es ist besonders der kurze Zeitraum zwischen Ausatmen und Einatmen, in dem der Mensch ganz bei sich ist und die Entspannung über das Körpergefühl wahrnimmt.

Um dieses Wissen habe ich den Einsatz von Klangschalen erweitert. Dieser Synergieeffekt ist ein wirkungsvolles Mittel, um den positiven Effekt von Entspannung zu erreichen. Lehrer und Klassen finden mit der Zeit eine eigene Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Hier ist es die achtsame Aufgabe des Lehrers, Prozesse und Verhalten in der Klasse aufmerksam zu beobachten, um Klang-Ruhe-Rituale situativ einzusetzen.

Mit dem Wissen der modernen Lernpsychologie, neurologischer Erkenntnisse und der Wirksamkeit von Klängen und Schwingungen kann man diese Ziele wunderbar erreichen. Die Schüler legen ihren Kopf entspannt auf ihre Arme, die auf dem Tisch ruhen. Zur Verstärkung können sie die Augen dazu schließen. Mit einer Klangschale bewegt sich der Lehrer/die Lehrerin im Raum und schlägelt diese immer wieder sanft an (hierbei gut ausklingen lassen). Zwei bis drei Minuten genügen hier durchaus.

Das Ritual endet immer mit dem Satz „So, nun wollen wir mit unserer Aufmerksamkeit langsam wieder in diesen Raum zurückkehren“. Das Anschlägeln einer Klangschale mit einem hohen Ton zeigt das Ende des Rituals an, hier kann man noch eine kurze Weile zum Nachklingen einräumen, bevor man sich strecken mag und noch einige Male kräftig ein- und ausatmet.

Diese Einsätze haben sich bewährt zu Unterrichtsbeginn, während des Unterrichts und nach dem Unterricht. Aber auch um Kraft zu schöpfen und die Fokussierung auf eine bestimmte Aufgabe zu lenken, vor einem Methodenwechsel, Stundenübergang und vor Klassenarbeiten. Das Wertvolle an Ritualen ist, dass sie den Schülern bekannt sind und somit schnell in die gewünschte Entspannung führen. Wer daran Interesse hat und auch weitere Möglichkeiten erfahren und erlernen möchte, kann eines meiner Seminare besuchen „Der Einsatz von Klangschalen im Schulalltag“. Dieses Seminar ist zudem eine Selbsterfahrung, wie sie selbst in die Entspannung kommen und wie die Klänge und Schwingungen auf sie wirken. Diese Einsätze im Schulalltag leisten immer auch einen Beitrag zur Gesundheitsprävention für Schüler und Lehrer.

Wer gerne mehr zu diesem Thema erfahren möchte, liest hier weiter…

2 Gedanken zu „Der Einsatz von Klangschalen im Schulalltag – Teil II

  1. Ich habe mir das Buch „Klangschalen – Mein praktischer Begleiter“ schon gekauft, würde mir aber gerne noch ein weiteres Exemplar in meine Praxis legen und nehme daher am Gewinnspiel teil. Es ist ein sehr schönes Buch mit vielen tollen praktischen Tipps.

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