AllgemeinErfahrungsberichte

Griechenland: Ein ideales Urlaubsziel und idealer Ort für unsere Ausbildung! Oder: Ist ein Urlaub in Griechenland derzeit empfehlenswert?

von Doris Iding

In letzter Zeit bekommen wir immer wieder verunsicherte Mails und Anrufe von Menschen, die an unserem Klangmassage Intensivseminar auf der griechischen Insel Ikaria interessiert sind. Fragen wie: „Können wir überhaupt in der jetzigen Situatione – Flüchtlingslager und Wirtschaftskrise in Griechenland – überhaupt noch nach Ikaria fahren, ohne vom Leid überrollt zu werden?“  Unsere Antwort lautet: Ja!!

Wir haben die Fragen, die uns häufig gestellt werden, weitergeleitet an Ursula Kastanias. Sie lebt seit 30 Jahren auf Ikaria und hat einen genauen Einblick in die derzeitige Situation!

Griechenland galt einst als Urlaubsparadies. Ist es jetzt überhaupt noch möglich, nach Ikaria zu reisen, ohne das Flüchtlingsdrama mitzubekommen?

Ursula Kastanias: Griechenland ist nach wie vor ein Urlaubsparadies! Falls du deinen kommenden Urlaub nicht schon geplant hast, möchte ich dir nochmals Ikaria ans Herz legen. Ikaria ist ein kleines Paradies. Die Menschen sind gastfreundlich wie nirgendswo und brauchen jetzt die Urlauber mehr denn je. Sie sind auf den Tourismus angewiesen. Für die Touristen gibt es keine Probleme. Die Wirtschaftskrise und die Flüchtlingskrise machen sich im Tourismus nicht bemerkbar. Ich habe auf meiner Rückreise absichtlich zwei Tage Stopp in Athen gemacht. Ich wollte mir das selber mal ansehen, das von den Medien so oft zitierte Chaos in der Stadt. Ganz ehrlich, ich habe im Stadtzentrum keinen einzigen Flüchtling gesehen. Diese armen Menschen harren anderswo ihrem Schicksal, aber das ist ein anderes Thema.

Griechenland hat nichtsdestotrotz weiterhin hart an der Krise zu nagen. Wenn heuer auch noch die Urlauber ausbleiben, wird das vielen Menschen und ihren kleinen Familienunternehmen den Kragen kosten. Das dürfen wir nicht zulassen! Viele fragen, wie kann ich helfen? Verbring doch einfach einen wunderschönen Urlaub auf Ikaria! Tauche ein in das besondere Lebensgefühl der Ikarioten und lass dich mitnehmen auf eine Reise, wo Zeit keine Rolle spielt. Ich verspreche dir, du wirst als anderer Mensch zurückkehren und deinen Alltag viel gelassener angehen!

Welche Reiserouten empfiehlst Du Interessierten?

Ursula Kastanias: Es führen viele Wege nach Ikaria, aber ich persönlich bevorzuge das Fliegen. Direkte Charterflüge bis Ikaria gibt es keine. Glück oder Unglück? Darüber lässt sich streiten. Es ist jedenfalls mit ein Grund, warum Ikaria vom Massentourismus verschont geblieben ist. Die Anreise ist zwar etwas umständlicher, dafür kannst du in Ikaria noch authentisches Griechenland erleben!

Ich nehme immer die Route über Athen. Hier habe ich für dich alle wichtigen Informationen zum Flughafen von Athen (Gepäckaufbewahrung, Taxis, Busse etc.) und wie du von da weiterkommst, falls du zum Hafen von Piräus auf die Fähre oder zu einem Bummel ins Zentrum der Stadt Athen möchtest, findest du hier alle Bus- und Metroverbindungen.

Athen ist eine unglaublich spannende Stadt. Die eindrucksvolle Akropolis, das moderne und absolut sehenswerte Akropolismuseum, die reizvolle Altstadt Plaka rund um die Akropolis. Ein Tag Zwischenstopp ist natürlich viel zu wenig, um auch nur die berühmtesten Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Ich hab für dich viele tolle Tipps zusammengestellt, was du auf keinen Fall in Athen verpassen solltest:  Einen Tag in Athen

Von Athen geht es weiter nach Ikaria per Schiff oder Inlandflug. Ich persönlich ziehe den Inlandflug dem Schiff vor. Der Flug dauert 40 Minuten, und da ich die Reise öfter mache, bin ich froh, von A nach B zu kommen. Du kannst, je nachdem, am gleichen Tag durchreisen, das ist bequem und schnell und du sieht die Kykladen von oben.

Du lebst seit 30 Jahren auf Ikaria. Was macht die Insel so besonders?

Ursula Kastanias: Ikaria ist das gemütliche unverfälschte Griechenland der 1970er. Die Menschen sind einfach, anfangs scheu, aber schnell offen und herzlich und sie freuen sich immer über ein Schwätzchen, auch mit Touristen. Hier erlebst du noch den direkten Kontakt mit den Einheimischen und das nimmer endende Original-Nachtleben, oft mit Live-Musik in gemütlichen Tavernen, auf den Dorfplätzen an den Panigyria oder einfach unplugged in den kleinen Bars wie in guten alten Zeiten…

Ikarioten haben ein eigenes Zeitgefühl. Genauer gesagt, spielt Zeit keine große Rolle. Man nimmt sich einfach die Zeit, die man braucht. Sei es für eine Arbeit oder sei dies für einen Schwatz mit dem Nachbarn. Zeit miteinander zu verbringen ist wichtiger als Zeit zu gewinnen. Das ersetzt jeden Psychiater.

Zeit kann man genießen, verschenken, stehlen, totschlagen oder verschwenden. Zeit hat immer genau die Bedeutung, die man ihr zumisst. In unserer schnelllebigen Gesellschaft ein Unding. Wir haben gar keine Zeit mehr! Zeit macht uns krank.

Genau so wenig wie Zeit, spielt das Alter eine Rolle, denn es ist nur eine andere Art Zeit zu messen. Die Lebenszeit, intensiv gelebte Zeit, sich Zeit für das Wesentliche zu nehmen, ist gewonnene Zeit. Das ist, wenn du mich fragst, das Geheimnis der Insel der Langlebigen.

Du selbst hast auch zum Klang gefunden über Emily und Peter Hess. Wieso eignet sich diese Insel besonders, um dort Klang-Ferien zu machen?

Ursula Kastanias: Das gemeinsame Tanzen und die Ausgelassenheit der Einheimischen sind keine Folklore, sondern gelebtes Brauchtum und by the way, einfach ansteckend! Ikaria ist für seinen von Festlichkeiten geprägten Alltag weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden. Die Panigyria/ traditionellen Tanzfeste werden von allen Generationen gemeinsam gefeiert und sind bis heute der Mittelpunkt allen kulturellen Geschehens. Ikaria hat etwas Magisches. Es bietet sich nichts auf dem Präsentierteller, alles offenbart sich dem Interessierten erst allmählich, auch die Menschen. Dafür findest du dich auf einmal in einer ganz anderen Welt wieder, einer, in der die Natur, der Mensch und allem voran die Lebendigkeit im Mittelpunkt stehen.

Der Klang ist allgegenwärtig und Teil des Lebensgefühls der Einheimischen. Sei es das Meer, das Rauschen der Wellen, das leise Säuseln des Sommerwindes, das Summen der Bienen oder das Blöcken und die vielstimmigen Ziegenglocken. Sogar die Stille hat sanfte Geräusche. Uns hilft die Klangmassage langsam und ganz unmerklich, alle unsere Poren, unsere Sinne zu öffnen, und du beginnst eine Reise in eine neue Welt der Achtsamkeit, der Hingebung und der Lebendigkeit.

Die sanften Schwingungen einer Klangschale verwöhnen Körper, Geist und Seele. Die Klänge des Meeres und des Windes begleiten uns dort den ganzen Tag. Wasserfälle und Lagunen laden ein zum Verweilen und Meditieren. Du befindest dich schnell in einem Zustand der tiefsten Entspannung. Das Ziel: Stress vorbeugen oder abbauen, Selbstwahrnehmung fördern und Genesungsprozesse unterstützen. Wohin würde so etwas also besser passen als auf Ikaria?

Die Möglichkeit in einem Urlaubskurs die Peter Hess®-Klangmassage zu erlernen, unterstützt dich in erster Linie in deinem persönlichen Wohlbefinden, kann aber auch als berufliche Neuorientierung in deinem Arbeitsfeld neue Perspektiven eröffnen. Du wirst mit neuer Achtsamkeit in deinen Alltag zurückkehren und dich deinen täglichen Problemen mit neuer Gelassenheit stellen.

Weitere Informationen zum Klangurlaub bzw. zur Intensivausbildung auf Ikaria finden Sie auf der Webseite des Peter Hess Instituts: www.peter-hess-institut.de

Ursula Kastanias

Schweizerin-Griechin. Lebt und arbeitet mit ihrem Mann und den gemeinsamen zwei Kindern seit 1986 auf Ikaria. Sie ist Gründerin der Reisewebseite „Ursula´s Ikaria“ www.ikaria.ch, auf welcher sie regelmässig über das Leben und alles rund um die Insel bloggt. Sie unterstützt über verschiedene Spendenprojekte die unter der Wirtschaftskrise leidende Bevölkerung, vor allem die Kinder, über die Schulen und über den Sport. Ihre Leidenschaft ist der griechische Tanz und sie leitet Tanzreisen auf Ikaria. 2002 hat sie Peter und Emily Hess kennenglernt. Fasziniert von der Peter Hess®-Klangmassage, machte sie kurzerhand die Ausbildung und arbeitet seither in jeder Intensivausbildung auf Ikaria mit.

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