Der Einsatz von Klang in der Trauerbegleitung
von Gastautorinnen Kordula Schmid und Gabriele Esser
Verluste (z.B. Gesundheit, Arbeitsplatz, Heimat, Träume, Ideale) und Abschiede (z.B. vom Elternhaus, vom Kind, Berufsleben, vom Partner durch Trennung/Scheidung, von Eigenständigkeit und Selbstbestimmtheit im Alter, Tod eines geliebten Menschen oder Tieres) begleiten uns tagtäglich.
Die einen nehmen wir als kurze, bedauernswerte Erfahrung wahr, die anderen führen uns in eine Krise und lassen unsere komplette Identität ins Wanken geraten. Immer haben sie aber eines gemeinsam: früher oder später will die Trauer gesehen und bearbeitet werden. Dann können wir sie nicht mehr ausblenden oder ihre Bearbeitung auf einen späteren Zeitpunkt vertagen, sondern müssen uns mit ihr auseinandersetzen.
In unserer Praxis begegnen wir Menschen, die Verluste und Abschiede erlebt aber nicht verarbeitet haben, weil sie sich selbst oder ihr Umfeld die Zeit der Trauer nicht gestatteten. Viel zu schnell wollten oder mussten sie wieder „funktionieren“. Darüber hinaus treffen wir auf Menschen, die sich ihrer Trauer stellen und sich zeitweise von ihr überflutet fühlen. Beides führt nicht selten in den Rückzug und zur Sprachlosigkeit. Gerade in solchen Momenten, wo Sprache keinen Zugang mehr hat, nutzen wir den Klang.
Die Kenntnis der einzelnen Trauerphasen (mehr …)




