AllgemeinErfahrungsberichte

Blogreihe Teil II: Erfolgreiche Netzwerkarbeit mit Klang

Von Gastautorin Vera Felsing mit weiteren Erkenntnissen zu regionaler Netzwerkarbeit mit Klang

Teil II: Zugehörigkeit – Menschen möchten sich verbunden fühlen

„Schon die pure Annahme, in einem Team zu arbeiten, erhöhte in einem Experiment sowohl die Leistungsbereitschaft um knapp 50 Prozent als auch die Leistungsfähigkeit um 12 Prozent. Zudem dokumentieren Wissenschaftler eine um 33 Prozent geringere Erschöpfung.“ (Purps-Pardigol, 2015, S. 71)

Wie Sebastian Purps-Pardigol (S. 45 ff.) in seinem Buch weiter beschreibt, entsteht Verbundenheit in Unternehmen durch eine transparente Kommunikation, ein wertschätzendes Miteinander sowie die Verantwortungsübernahme im Sinne eines Freiraums, in dem Menschen ihre Ideen und Potenziale einbringen können. Kurzum, Verbundenheit entsteht, wenn Menschen sich gesehen und gehört fühlen. Hier finden sich die Prinzipien der Peter Hess®-Klangmethoden wieder: Wertschätzung, Achtsamkeit und ein Dialogisches Miteinander sind drei der insgesamt sechs Grundsätze. Auch die Klänge verbinden: zum einen die Menschen mit sich selbst und den Klanggebenden mit dem Klangempfangenden, zum anderen die Klangmassagepraktiker in der Region bzw. auf der ganzen Welt. Wie wichtig für alle die Verbundenheit in der Gemeinschaft ist, wird durch die Antworten auf den Fragebogen deutlich:

„Das Wissen durch unsere Treffen, wie viele Menschen mit Klang unterwegs sind, verbindet, gibt Vertrauen in mein Wirken und Tun mit Klang, motiviert, dabeizubleiben.“ Nicole

Über Verbundenheit erhalten wir Zugriff auf die in uns liegenden Fähigkeiten und Potenziale. Bei gemeinsamen Veranstaltungen bin ich immer wieder aufs Neue fasziniert, wie sich Menschen, welche sich zum ersten Mal sehen, aufeinander einlassen und letztendlich einschwingen. In kurzer Zeit sind sie in der Lage, miteinander einen wunderschönen Klangraum entstehen zu lassen. Die Schwingungen von Klangschalen und Gongs unterstützen und tragen das Miteinander.

„Zusammenarbeit ist toll, ich liebe das und finde, dass eine gemeinsame Arbeit sehr anspornt und bereichert.“ Katharina

„Eine konsequent gelebte Feedback-Kultur ist einer der wirksamsten Wege, die Zugehörigkeit in einer Organisation signifikant zu erhöhen.“, so Purps-Pardigol (2015, S. 71). Gerade für uns Klangmassagepraktiker, die wir oft mit unserer Arbeit alleine unterwegs sind, ist die Regionalgruppe eine wunderbare und wertvolle Gelegenheit, Feedback zu erhalten und zu geben. Es wird nicht bewusst inszeniert, vielmehr ist es ein selbstverständlicher Teil unseres Zusammenseins.

Teil III: Entfaltung und Gestaltung – Menschen möchten sich einbringen

„Entfaltung und Gestaltung beeinflussen die Gesundheit. Als Altenheimbewohner im Rahmen einer Studie mehr Gestaltungsmöglichkeiten erhielten, verringerte sich ihre Sterblichkeitsrate um 50 Prozent.“ (Purps-Pardigol, 2015, S. 93)

Wie taucht der Aspekt Entfaltung und Gestaltung in der Klangmassage auf? Kreativität und Schaffenskraft können durch Klangmassagen positiv beeinflusst werden, das konnten die Untersuchungen des Regensburger Professorenehepaars Erler zeigen (vgl. „Ein Klang für mich“ in FZ 9/2014, S. 48-52). Ich persönlich kann dies nur bestätigen und erlebe dies auch bei den gemeinsamen Veranstaltungen in der Region. Die Regionalgruppe Allgäu wird von ihren Mitgliedern auf unterschiedlichste Art und Weise mitgestaltet: Zum einen werden Ideen gesammelt, wo und wie wir gemeinsam klingen möchten. Daneben bringen neuerdings einzelne Teilnehmer ihre Kompetenz und Erfahrungen als kurze Workshops oder Vorträge in die Regionaltreffen ein. Ein bedeutender Punkt ist für mich das gemeinsame Erarbeiten der Klangräume und Klangbäder: Hier werden die Vorschläge und Rückmeldungen aller Mitspieler aufgegriffen, ganz gleich, ob sie „Alte Hasen“ sind oder zum ersten Mal aktiv solch einen Klangraum mitgestalten. Die Idee ist, dass jede Meinung wichtig ist. Dies bedeutet, dass die Vorbereitungszeit für solch eine Veranstaltung wertvoll ist und mitunter auch mal lang sein kann. Gleichzeitig entsteht dadurch jedes Mal aufs Neue ein individueller und einzigartiger Klangraum der Teilnehmer, die ihn gestalten.

„Die Begeisterung und Kreativität, welche in den Kleingruppen (Klang auf Alt-Trauchburg) entstand, das schöne Miteinander und wertschätzende Reflektieren der einzelnen Sessions, die gegenseitige Unterstützung. Es kam richtig ein ‚Stolz‘ auf: ‚Wir machen das zusammen. Ich bin bei so einer schönen Veranstaltung dabei.“ Elisabeth

Die Regionalgruppentreffen im Allgäu finden am 9.02. und 24.10.2020 in Waltenhofen statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier…

Den ersten Teil meiner Blogreihe kannst du hier lesen…

Vera Felsing ist freiberuflich tätig als Trainerin, Dozentin und Kajaklehrerin. Mit ihrer Firma women in mountains hat sie sich auf Kajakkurse für Frauen spezialisiert. Sie ist autorisierte Ausbilderin für die Peter Hess®-Klangmassage, sowie das Seminar Fantasiereisen und leitet die Regionalgruppe Allgäu.  In ihrem Klangraum in Niedersonthofen bietet sie Klangmassagen und Klangreisen an.

Kontakt: www.vera-im-einklang.de ∙ E-Mail: kontakt@vera-im-einklang.de

2 Gedanken zu „Blogreihe Teil II: Erfolgreiche Netzwerkarbeit mit Klang

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